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 AUFGABEN GROW GMBH
Recycling
Bahnlogistik

HOLZVERWERTUNG: STOFFLICH UND ENERGETISCH

Recycling

Die Altholzaufbereitung - Verfahrensablauf und Anlagentechnik

Idealerweise werden homogene Holzabfallsortimente angeliefert. Für diese Chargen finden die nachstehenden Ausführungen in aller Regel keine Anwendung, da diese Hölzer aufgrund der Kenntnisse ihrer Behandlung und Herkunft leichter und gezielter der Verwertung oder auch Beseitigung zugeführt werden können.
Ein Großteil der angelieferten Chargen bedarf jedoch der Sortierung.
Der technische Ablauf in einem Gebrauchtholz-Aufbereitungsbetrieb kann sich nach erfolgter Materialannahme beispielsweise wie folgt darstellen:
Erfahrungsgemäß ist eine sichere Trennung nur in drei Holzabfall-Belastungsgruppen möglich, so daß drei Haufwerke entstehen (Lagerung der vorsortierten Gebrauchthölzer). Großstückige Fremd- und Störstoffe werden entfernt. Von dort erfolgt die Aufgabe der Hölzer in die Brecher.
Bei der Separierung der Materialien ist darauf zu achten, daß holzschutzmittelhaltige Hölzer sowie Hölzer mit halogenorganischen Beschichtungen nicht in die Qualitäten A I, A II gelangen dürfen. Holzschutzmittelhaltige Hölzer dürfen nur in Feuerungsanlagen gelangen, welche die Qualität A IV verbrennen dürfen.
Der Vorbrecher (meist langsam laufender Walzen- oder Schneckenschraubenbrecher) wird mit Krangreifern oder Radlader aus dem Lager der Vorsortierung beschickt. Eine Vibrorinne verteilt das nunmehr vorgebrochene Material auf ein Förderband, wo ein Magnetabscheider die freiliegenden Eisenteile aussortiert. Im folgenden Lesebandbereich werden grobe Metallteile und andere Verunreinigungen wie Kunststoffe (PVC, Folien, Styropor), Papier, Textilien, Dachpappe und Bitumenreste von Hand aussortiert.
(Quelle: Leitlinie für eine qualitätsgesicherte Aufbereitung und Verwertung von Gebrauchtholz Rheinland-Pfalz)




 

Die Verpackungsverordnung

Die Verpackungsverordnung

Die Umsetzung des im Oktober 1996 in Kraft getretenen Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (Krw-/AbfG) wird im Bereich der Verpackungen durch die Verpackungs-Verordnung geregelt. Bis 1998 galt noch die Verordnung vom 12. Juni 1991. Eine auch vor dem Hintergrund der einschlägigen EU-Richtlinien erneut überarbeitetete Fassung ist vom Bundeskabinett im Mai 1997 auf den Weg gebracht worden und im August 1998 in Kraft getreten.
In der novellierten Fassung ist ein wesentliches Ziel der Holzpackmittel-, Paletten- und Exportverpackungs-Industrie umgesetzt. In Anlehnung an das Kreislaufwirtschaftsgesetz ist nunmehr bei Verpackungen, die unmittelbar aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind, die energetische Verwertung der stofflichen Verwertung gleichgestellt. Dies gilt sowohl für Transport, als auch für Um- und Verkaufsverpackungen. Der Bundesverband Holzpackmittel - Paletten - Exportverpackung (HPE) e.V., der Hauptverband der deutschen Holzindustrie e.V. (HDH) sowie die GROW GmbH hatten im Vorfeld aktiv auf dieses Ziel hingearbeitet und die Bundesländer sowie Umweltausschüsse und Fraktionen im Bundestag letztlich mit Erfolg für eine derartige Lösung gewonnen.

Des weiteren regelt die Verordnung, daßfür Transportverpackungen unabhängig vom Material keine Quote für die stoffliche Verwertung vorgegeben ist. Es gilt jedoch - mit Ausnahme von Holz - der Vorrang der stofflichen Verwertung. Verpackungen unentgeltlich zurückzunehmen sind. Dies gilt nicht für Transportverpackungen. Andererseits heißt es in diesem Punkt in der Begründung zu dem Verordnungsentwurf: "Die Rücknahme darf nicht an besondere Bedingungen geknüpft werden, die z.B. von einer tatsächlichen Rückgabe abhalten, wie z.B. eine Verknüpfung der Rücknahme mit Kostenerstattungsforderungen. Andererseits sind ... zwischen Vollkaufleuten ... Absprachen über die Rücknahme- und Rückgabemodalitäten möglich. für Verkaufsverpackungen aus Holz keine Quote für die stoffliche Verwertung festgelegt ist, da in diesem Fall die energetische Verwertung gleichrangig und somit eine Verwertungsquote nicht erforderlich ist. Verpackungen zur Identifizierung des Materials gekennzeichnet werden können. Damit wird die Entscheidung der Europäoischen Kommission zur Festlegung eines Kennzeichnungsystems für Verpackungsmaterialien vom Januar 1997 umgesetzt. Eine derartige Kennzeichnung ist ausdrücklich freiwillig. (Anmerkung der Redaktion: Eine Kennzeichnug von Holz ist nicht erforderlich, da Holz von jedermann als solches zu identifizieren ist.) Insgesamt trägt die Neufassung der Verpackungsverordnung den ökologischen Besonderheiten des nachwachsenden Rohstoffes Holz weitgehend Rechnung.