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Eigenschaften von Holzverpackungen
Die ökologischen Pluspunkte von Holzpaletten
Vorteile des Naturrohstoffs Holz
Wiederverwertung und Klimaschutz
Energiebilanz
Holzsteigen für Markenbewusste

DIE ÖKOLOGISCHEN PLUSPUNKTE VON HOLZPALETTEN

Die ökologischen Pluspunkte der Holzverpackung

Holz als nachwachsender Rohstoff

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. In Deutschland findet zudem eine nachhaltige
Forstwirtschaft statt, d.h. es wird weniger Holz entnommen als nachwächst. So beträgt
der jährliche Holzzuwachs in Deutschland 57 Mio. m3. Davon werden nur ca. 40 Mio. m3
genutzt. Die Holzvorräte werden in den nächsten Jahren weiter deutlich steigen. Es bleibt
somit ein erhebliches Potential ungenutzt, das jedoch genutzt werden könnte, ohne die
Regeln einer ordnungsgemäßen, auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit beruhenden
Forstwirtschaft zu verletzen.

Für die anderen europäischen Länder mit Ausnahme von Spanien und Portugal gilt
ebenfalls, daß der jährliche Holzeinschlag geringer ist, als der Zuwachs.

Der wichtigste Lieferant für Verpackungsholz ist der heimische Markt.

Erdöl als Ausgangsprodukt für Kunststoff wird endgültig verbraucht. Das geerntete Holz
schafft lediglich Platz für Neuanpflanzungen. Die dadurch erreichte Verjüngung des
Waldbestandes führt auch zu einer verbesserten CO2-Speicherkapazität.


Holz und Treibhauseffekt

Holz ist CO2-neutral (Photosynthese). Allein die steigenden Holzvorräte in Deutschland
entziehen der Atmosphäre rund 6 Mio. t Kohlenstoff p.a. Im gesamten Holzvorrat sind
über 880 Mio. t Kohlenstoff gebunden. Nicht nur während der Wachstumsphase,
sondern auch während der Nutzung des Holzes wird das CO2 gespeichert.
Nachhaltige Forstwirtschaft und Holznutzung verringern somit den Anstieg der CO2-
Konzentration in der Atmosphäre und steuern dem Treibhauseffekt entgegen. Dies
unterstützt die Zielsetzung der Bundesregierung, den CO2-Ausstoß in den kommenden
Jahren deutlich zu senken (entspricht der Zielsetzung der Konferenz von Rio).
Stoffbilanz zum Aufbau einer Tonne Holz (atro)
input output Kohlendioxid
1851 kg Holz 1000 kg Wasser 1082 kg Wasser 541 kg Sauerstoff 1392 kg Der durchschnittliche Heizwert von Holz beträgt:Nadelholz19300MJ/t(atro)Laubholz18100MJ/t(atro)MJ = Mega-Joule (1.000.000 Joule)
Energiebilanz

Zur Gewinnung und Verarbeitung von Holz wird weniger Energie benötigt, als für andere
Werkstoffe. Die Energiebilanz einer Holzpalette fällt über den gesamten Lebenszyklus
deutlich günstiger, als die einer vergleichbaren Kunststoffpalette aus. Das Niederlän-
dische Institut TNO hat eine Lebenszyklus-Analyse einer wiederverwendbaren Vierwege-
Flachpalette aus Holz und einer vergleichbaren Palette aus HDPE (50% neu, 50% recycelt)
durchgeführt. Der gesamte Energieverbrauch (incl. Verwertung) war bei der Kunststoff-
palette 4,4 mal so hoch wie bei der Holzpalette.

Emissionen bei Holz- und Kunststoffpaletten

Bei den Luftemissionen über den gesamten Lebenszyklus (Herstellung und Handling)
von Holz- und Kunststoffpaletten zeigt sich, daß die Schadstoffemissionen bei der Kunst-
stoffpalette teilweise deutlich höher ausfallen:

Bei CO das 1,7-fache gegenüber der Holzpalette
Bei NOx das 3,2-fache gegenüber der Holzpalette.
Bei CO2 das 4,8-fache gegenüber der Holzpalette
Bei SO2 das 13,3-fache gegenüber der Holzpalette

Untersuchungen aus Frankreich und Schweden bestätigen die äußerst günstige Energie-
und Umweltbilanz von Holzpaletten. Dies gilt selbstverständlich auch für andere Verpackungen
aus diesem umweltfreundlichen Werkstoff.

Wasserverunreinigungen entstehen ausschließlich bei der Produktion der Kunststoffpalette,
da für die Holzpalette kein Wasser benötigt wird.

Verwertung

Da es sich bei Holzpackmitteln um unbehandeltes Holz handelt, läßt sich dieses nach Ge-
brauch ohne weiteres stofflich und energetisch verwerten. Dies ist im Kreislaufwirtschafts-
gesetz und in der Novelle der Verpackungs-Verordnung ja auch vorgesehen. Die Forderung
einer abfallarmen Produkt-gestaltung ist somit im Gegensatz zu Kunststoff erfüllt.

Ein Holz-Kunststoff-Verbund erschwert wegen der dann notwendigen Trennung der Materia-
lien das Recycling von Paletten mit Kunststoffklötzen unnötig und steht im Widerspruch zur
europäischen Verpackungsrichtlinie. Außerdem bürdet er der Holzindustrie Entsorgungs-
pflichten der Kunststoffindustrie auf.

Nach der Untersuchung des niederländischen Instituts TNO entsteht bei der Holzpalette
nur eine geringe Menge an nicht verwertbaren Reststoffen. Im Gegensatz dazu fällt am
Ende des Lebenszyklus der Kunststoffpalette (unter Berücksichtigung der Mengen, die
recycelt werden) mehr als das Doppelte an industriellem Abfall an.

Holzschutzmittel

Holzpaletten sind frei von Holzschutzmitteln. Dies ist mittlerweile nicht nur in einschlägigen
Vorschriften wie beispielsweise für die Europalette (UIC 435-2, S.10) und die Paletten für die
chemische Industrie (CP-Bauvor-schriften, S. 2) festgelegt. Das wird auch durch eine Untersu-
chung des Wilhelm-Klauditz-Institutes (WKI), Braunschweig, aus dem Jahre 1993 belegt.
Danach ergab die Untersuchung zahlreicher gebrauchter Paletten und Steigen keinerlei
Nachweis von Holzschutzmitteln wie PCP, Lindan oder Dichlofluanid (mit Ausnahme
zweier ausländischer Ausreißer).

Fazit des WKI:
Da bei Holzpaletten keine Holzschutzmittel Anwendung finden, "liegt ein mit unbehan-
deltem Waldholz vergleichbarer Brennstoff vor". "Da es sich bei den Holzverpackungen weitgehend um nicht behandeltes Material handelt,
dürften bei keiner der genannten Verwertungsmöglichkeiten (Holzwerkstoffindustrie, Kom-
postierung und energetische Verwertung) nennenswerte Probleme durch Schadstoffeintrag
in die Umwelt auftauchen".Gebrauchseigenschaften von Holz - und Kunststoffpaletten

Außer den o.g. Gründen sind mit dem Einsatz von Kunststoffpaletten folgende Nachteile ver-
bunden:Die Ware gerät auf Kunststoff leicht ins Rutschen. Die Tragfähigkeit einer Kunststoffpalette ist stark temperaturabhängig. Insbesondere Recyclingkunststoff besitzt eine höhere Sprödigkeit und eine geringere
Festigkeit als Holz.- Die Kunststoffpalette ist i.d.R. nicht reparaturfähig. Sie ist vielmehr auf
einen energieaufwendigen Recyclingprozeß angewiesen. Es kann zu unerwünschten elektrostatischen Aufladungen kommen. Keine Flexibilität in der Fertigung, d.h., die Kunststoffpalette kann aus Kostengründen nur in
wenigen Standardabmessungen und als Massenprodukt angeboten werden. Der Preis liegt deutlich über dem einer vergleichbaren Holzpalette.
Quellen:Forstabsatzfonds (FAF): Ich, der Wald, bin mehr als Sie denken FAO: Untersuchungen der Food and Agriculture Organization of the United Nations Deutsche Gesellschaft für Holzforschung (DGFH): Bewertung von Holz im Vergleich mit
anderen Werkstoffen unter dem Aspekt der CO2-Bilanz Deutsche Gesellschaft für Holzforschung (DGFH): Informationsdienst Holz - Erstellung von
Ökobilanzen für die Forst- und Holzwirtschaft BML: Das potentielle Rohholzaufkommen in Deutschland bis zum Jahr 2020 TNO: Life-Cycle-Analysis of Wood and Plastic Pallets Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI): Studie zur Durchführbarkeit der Ver-packungs-Verordnung bei
Holzpackmitteln,Abschlußbericht

Quelle: www.balci.com